Scannertechnik
Sie denken, Scanner gehören auf den Schreibtisch?
Also wir am LZN schweißen damit.
Scannertechnik wird immer dann eingesetzt, wenn es darum geht, viele örtlich verteilte Lese- oder Schreibaufgaben in kurzer Zeit abzuarbeiten. Eine derartige, allgemein bekannte Anwendung findet sich bei den Scannerkassen im Supermarkt, bei denen der Barcode auf der Verpackung gelesen wird.
In der Lasertechnik werden Scanner eingesetzt, um hochdynamische Bearbeitungsaufgaben durchzuführen. Ein Beispiel dafür ist das Laser-Remote-Schweißen, bei dem viele kurze Schweißnähte, örtlich verteilt, auf ein Bauteil geschweißt werden. Dabei wird der Laserstrahl durch einen um zwei Achsen kippbaren Spiegel innerhalb des Scanners abgelenkt und über große Distanzen von bis zu 1,5 Metern auf der Bauteiloberfläche positioniert. Durch die geringe Masse dieses Spiegels kann die Positionierung viel schneller erfolgen, als es mit einem herkömmlichen Schweißkopf, der von einem Roboter geführt wird, möglich wäre.
Am LZN haben wir mit dem Dragon einen Laser-Remote-Scanner entwickelt, der für Schweißaufgaben bis 4 kW erfolgreich im Einsatz ist. Dieser Scanner ist zusätzlich mit einem Bildverarbeitungssystem ausgestattet, um zunächst die Schweißaufgabe zu erfassen und sich auf das Bauteil zu kalibrieren.
Darüber hinaus arbeiten wir an der Entwicklung eines Scannersystems für Laser-Remote-Schweißanwendungen im Schiffbau – mit bis zu 30 kW Laserstrahlleistung – sowie an der Skalierung des Systems für Anwendungen beim Lasergenerieren oder Laserstrahlabtragen, bei denen hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten von über 5 m/s erforderlich sind.





